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Charles Dickens - Weihnachtslied, Charles Dickens - Bleakhaus, Charles Dickens - Die Pickwickier
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Produktbeschreibung
Dieses Bundle enthält folgende ebooks
- Charles Dickens - Weihnachtslied
- Charles Dickens - Bleakhaus
- Charles Dickens - Die Pickwickier
Charles Dickens - Weihnachtslied - Eine Gespenstergeschichte
„Versteht mich recht! Ich will nicht etwa sagen, dass ein Türnagel etwas besonders Totes für mich hätte. Ich selbst möchte fast zu der Meinung neigen, dass das toteste Stück Eisen auf der Welt ein Sargnagel sei. Aber die Weisheit unsrer Altvordern liegt in den Gleichnissen, und meine unheiligen Hände sollen sie dort nicht stören, sonst wäre es um das Vaterland geschehen. Man wird mir also erlauben, mit besonderem Nachdruck zu wiederholen, dass Marley so tot wie ein Türnagel war. „
Charles Dickens - Bleakhaus
Der alte Herr sieht ein wenig verrostet aus, steht aber in dem Rufe, durch Heiratsverträge und Testamente für den Adel viel Geld erworben zu haben und sehr reich zu sein. Ein undurchdringlicher Nebel von Familiengeheimnissen, als deren stummen Bewahrer man ihn kennt, umgibt ihn. Es gibt adlige Mausoleen, die seit Jahrhunderten in abgelegenen Parkalleen unter uralten Bäumen und wucherndem Farnkraut stehen und vielleicht weniger Familiengeheimnisse bewahren, als in Mr. Tulkinghorns unter Menschen wandelnder Brust verborgen sind.
Er gehört der alten Schule an, das heißt, der Schule, die niemals jung gewesen ist, und trägt kurze Hosen, die an den Knien mit Bändern befestigt sind, und Gamaschen oder Strümpfe. Die Eigentümlichkeit seiner schwarzen Kleider und Strümpfe, mögen sie von Seide oder Wolle sein, ist, dass sie nie glänzen. Stumm, verschlossen, ohne Antwort für ein neugieriges Licht, ist sein Anzug wie er selbst. Er unterhält sich nie, wenn man ihn nicht in Berufssachen zu Rate zieht. Man findet ihn zuweilen stumm, aber zwanglos und ganz zu Hause am Eck der Gasttafeln in vornehmen Landschlössern oder nicht weit von Salons sitzen, von denen die Modezeitung so viel zu reden hat. Jedermann kennt ihn dort, und der halbe Hochadel bleibt mit den Worten stehen: »Wie geht's Ihnen, Mr. Tulkinghorn?« Er nimmt die Begrüßung mit Ernst entgegen und begräbt sie neben all dem übrigen, was er weiß.
Sir Leicester Dedlock ist in Gesellschaft der Gnädigen und schätzt sich glücklich, Mr. Tulkinghorn zu empfangen. Es liegt etwas Vorschriftsmäßiges in Mr. Tulkinghorns Benehmen, das Sir Leicester immer sehr angenehm berührt und ihn wie eine Art Tribut anmutet. Er findet auch an Mr. Tulkinghorns Anzug Gefallen und sieht auch darin eine Art Huldigung. Er ist ungemein respektabel geschnitten und hat etwas Sachwalterhaftes. Er ist fast wie die Livree eines Aufsehers der Rechtsmysterien oder eines juristischen Kellermeisters.
Charles Dickens - Die Pickwickier
Mr. Pickwick bemerkte (so lautet die Darstellung des Schriftführers), dass der Ruhm jedermann besonders am Herzen läge. Seinem Freunde Snodgrass ginge es vor allem um dichterischen Ruhm; ebenso erstrebenswert wäre der Ruhm, Herzen zu erobern, für seinen Freund Tupman, und der Ehrgeiz, Ruhm zu ernten in den weidmännischen Bereichen zu Lande, zu Wasser und in der Luft wäre schier übermächtig in der Brust seines Freundes Winkle. Er (Mr. Pickwick) wollte nicht ableugnen, dass auch auf ihn menschliche Leidenschaften und Gefühle gewissen Einfluss hätten (Beifall) – vielleicht sogar menschliche Schwächen (laute Zurufe:"Keinesfalls!"); aber er möchte doch annehmen, dass die Flamme der Selbstsucht, wenn sie je in seiner Brust aufloderte, mit Nachdruck von dem Wunsche erstickt würde, in erster Linie der Menschheit zu dienen. Lob und Preis dem Menschentum – das wäre der Fittich seines Geistes; Menschenliebe wäre für ihn die höchste Instanz. (Stürmischer Beifall.) Er hätte einen gewissen Stolz empfunden – das gäbe er offen zu, und seine Feinde dürften nun darüber herfallen –, er hätte also einen gewissen Stolz empfunden, als er der Welt seine Stichlingstheorie eröffnet hätte; sie mochte nun anerkannt werden oder auch nicht. (Ein Ruf: "Das ist sie schon!" und lauter Beifall.) Er wollte der Versicherung des ehrenwerten Pickwickiers, dessen Stimme er soeben gehört hätte, Glauben schenken – also gut: sie wäre anerkannt; aber wenn auch der Ruhm jener Abhandlung bis an die äußerste Grenze der Welt dringen sollte, so würde doch der Stolz, mit dem er auf die Autorschaft dieses Erzeugnisses blickte, nichts gegen das Gefühl des Stolzes sein, mit dem er in diesem, dem stolzesten Augenblick seines Daseins um sich blickte. (Beifall.) Er wäre ja nur eine unscheinbare Person (Widerspruch); aber er könnte trotzdem nicht umhin, zu empfinden, dass man ihn zu einer sehr ehrenvollen und auch nicht ungefährlichen Sendung auserkoren hätte. Das Reisen wäre jetzt eine missliche Sache; zumal bei der notorischen Unzuverlässigkeit der Kutscher. Man brauchte sich nur umzublicken und die Vorfälle zu betrachten, die sich ringsumher ereigneten. überall würden Wagen umgeworfen, Pferde gingen durch, Boote kippten um und Dampfkessel platzten. (Beifall – eine Stimme: "Nein!") Nein? (Beifall.) Das verehrliche Pickwick-Klub-Mitglied, das so laut "Nein!" gerufen hätte, möchte doch vortreten und alles das leugnen, wenn es könnte! (Beifall.) Der da "Nein!" gerufen hätte, sollte sich melden! (Enthusiastischer Beifall.) Ob es womöglich ein erfolgloser und enttäuschter Mensch wäre, um den Ausdruck Kleinigkeitskrämer zu vermeiden (lauter Beifall), den die Eifersucht auf das – vielleicht unverdiente – Lob, das man seinen (Mr. Pickwicks) Untersuchungen gezollt hätte, und der Kummer über den Schimpf, den ihm seine eigenen läppischen Konkurrenzversuche eingebracht hätten, schließlich zu dieser ekelhaften und verleumderischen Art ...
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